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Ein Nordstern für M41

Haus der Begegnung Parchim

29.05.2017 | Die Kirchengemeinde Parchim St. Marien hat im Herbst 2015 ihr nahezu leer stehendes zweites Pfarrhaus für die Flüchtlingsarbeit geöffnet. Inzwischen gibt es hier ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, die von den Ehrenamtlichen in hohem Maße mitgestaltet werden. Im Haus der Begegnung stehen Räume zur Verfügung, um das Zusammenkommen zu erleichtern und die Menschen dabei zu unterstützen, miteinander und voneinander zu lernen.

Eine Kurzbeschreibung des Projektes

Die Kirchengemeinde Parchim St. Marien hat im Herbst 2015 ihr nahezu leer stehendes zweites Pfarrhaus für die Flüchtlingsarbeit geöffnet. Inzwischen gibt es hier ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, die von den Ehrenamtlichen in hohem Maße mitgestaltet werden. Im „Haus der Begegnung“ stehen Räume zur Verfügung, um das Zusammenkommen zu erleichtern und die Menschen dabei zu unterstützen, miteinander und voneinander zu lernen. 

Welches Ziel verfolgt Ihr Engagement und Angebot?

Wir leisten einen Beitrag zur Integration der Geflüchteten in Parchim, indem wir ihnen Begleitung im Alltag, bei Behördengängen usw. anbieten. Wir geben Unterstützung beim Spracherwerb durch ehrenamtlich geleiteten Deutschunterricht. Mit dem Angebot „Über den Tellerrand kochen“ bringen wir unterschiedliche Kulturen an einen Tisch, bauen Vorurteile ab, kommen ins Gespräch und lernen uns kennen. Jede*r, egal ob Inländer*in oder Ausländer*in, schaut über seinen/ihren Tellerrand. Unsere Räume werden auch genutzt für einen interkulturellen Mädchentreff und für einen „Sprachkurs andersherum“, in dem sich Deutsche an der arabischen Sprache versuchen. 

Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit, bei der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen, besonders wichtig? 

Ein Integrationsprozess kann nur unter Beteiligung möglichst vieler Akteure gelingen. Deswegen versuchen wir immer wieder, die hauptamtlichen Strukturen zu unterstützen und zu ergänzen. Dabei können verschiedene Gaben gleichberechtigt zum Zuge kommen. Ehrenamtliche schätzen die unkomplizierten Absprachen, sie übernehmen gerne Verantwortung für den Bereich, für den ihr Herz schlägt. Insbesondere „über den Tellerrand“ zu kochen ist nahezu ein Selbstläufer.

Was war beim Aufbau – oder ist bis heute, bei Ihrer täglichen Arbeit – für Sie entscheidend?

Das ist zum einen die kontinuierliche Zusammenarbeit von einem Hauptamtlichen und einer Ehrenamtlichen. Bei allen eingebrachten Ideen, Experimenten und Versuchen ist das eine wichtige Konstante. Und zum anderen die Begegnung auf Augenhöhe mit allen Beteiligten. Viele Ideen und Gaben können eingebracht werden, weil alles im Werden ist, weil sich Aufgaben und Ideen mit den Menschen, die sie ausfüllen, verändern. Da wir ohne festes Konzept mit der Arbeit im Haus der Begegnung gestartet sind, gab und gibt es große Freiheit in der Gestaltung dessen, was hier passiert. Die Möglichkeit, wirklich mitzugestalten, ist sehr reizvoll. 

Wir sind engagementfreundlich, weil …

… wir ein aufgeschlossenes Team sind und ein offenes Haus für alle haben.

… viele sich verantwortlich fühlen dürfen.

… das Angebot niederschwellig ist.

… wir Räume bieten, die mit eigenen Ideen gefüllt werden können. 

Worin sind Sie beispielhaft?

Wir sind einfach lecker ;) bei unseren Kochevents. Es hat sich durch das gemeinsame Kochen über die Zeit ein großes Netzwerk entwickelt. Menschen aus der Stadt begegnen sich anders, wenn sie miteinander so einen Kochabend erlebt haben. Neue Bekanntschaften und gar Freundschaften sind entstanden. Beispielhaft ist, dass wir diesen Ort geschaffen haben, wo sich so etwas ereignen kann, was sonst im kleinen Kreis in einem Wohnzimmer geschieht. Diese gemeinsamen positiven Erfahrungen in der Kochgemeinschaft geben den Ehrenamtlichen auch immer wieder neuen Schwung für die wichtige Begleitung Einzelner in den langsamen Mühlen unserer Bürokratie. 

Ein Ansprechpartner für weitere Kontakte (gern per E-Mail):

M41 – Haus der Begegnung Parchim
Robert Stenzel
robert.stenzel@elkm.de