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Handbuch Gemeinde leiten

Gottesdienst mit Kindern

01.02.2017 | Kinder brauchen die Kirchengemeinde, denn sie ist der Ort, an dem sie explizite religiöse Erfahrungen machen können. In der Familie und in der Schule ist das heute weniger gegeben. Und Religion ist wichtig für Kinder, eine Ressource für ihr Leben. Besonders im Kindergottesdienst erleben sie biblische Geschichten, Stille, Gebet und Segen die ihnen Halt geben – weit über die Kinderzeit hinaus.

Klein scheint

das Reich Gottes

Im Kleinen
erscheint Reich Gottes

Die Kleinen
sind groß im Reich Gottes

Lasst uns zu den Kleinen gehen
Groß wäre das.
(Quelle unbekannt)

Kindergottesdienst ist vielgestaltig
Den Kindergottesdienst gibt es heute in verschiedenen Spielformen:

- Gottesdienst für kleine Kinder mit Eltern (Familienkirche)
- Kunterbunter Kindermorgen
- Kindergottesdienst parallel zum Erwachsenengottesdienst am Sonntag
- Andacht in der Kindertagesstätte und Krippe
- Kindergottesdienst „klassisch“ mit Kindern zwischen 4 und 10 Jahren
- Gottesdienst gemeinsam und elementar (Generationengottesdienst)
- Godly Play-Kinderkirche
- Kinderbibelnacht etc. 

Gemeinsam entscheiden: So läuft der Kindergottesdienst bei uns!
Der Kirchengemeinderat entscheidet mit Pastor*innen und haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, welche Art von Kindergottesdienst es in der Gemeinde geben soll. Hinter dem gewählten Kindergottesdienst-Konzept sollte möglichst die ganze Gemeinde stehen. Dabei gibt es keinen „Königsweg“ mit dem „richtigen“ Konzept, sondern es zählt: Unser Kindergottesdienst muss in die Gemeinde passen und stimmig sein. Kinder müssen das Angebot gut erreichen können und das Team muss motiviert sein, zu genau dieser Arbeit. Beratung bietet die Fachstelle Kindergottesdienst (kostenfrei) und vor Ort bei Ihnen an (s. u.).

Kindergottesdienst mobilisiert Ehrenamt
Kindergottesdienst stößt auf viel Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit unter Jugendlichen (z. B. Praxisfeld für Teamer-Card-Inhaber*innen) und unter Eltern, die mit ihren Kindern zusammen Kirche (neu) kennenlernen wollen. Eltern sind gegenwärtig oft verunsichert, was die religiöse Erziehung ihrer Kinder angeht. Viele wünschen sich aber, dass ihre Kinder Zugang bekommen zum Beten, dass sie gesegnet werden und dass sie die Bibelgeschichten hören. Sie wünschen sich, dass die Kinder ihre Religionsgemeinschaft kennenlernen, um eine eigene Identität darin auszubilden. Der Kirchengemeinde wird dies zugetraut. Und Eltern sind daran auch für sich selbst interessiert. Darum arbeiten sie gern auf Augenhöhe und unter fachkundiger Leitung mit. Kindergottesdienst ist Teamarbeit. Eine „Team-Kultur“ ist sehr wichtig, die man gemeinsam entwickelt... und Spaß. Und Verbindlichkeit ist wichtig!

Es läuft richtig gut, wenn...
... die Teamleitung Ausstrahlung, Charisma hat und für den KiGo „brennt“.
... die Teamleitung weiß, was das Team braucht und es umsetzen kann.
... im Team jemand biblische Geschichten lebendig und anschaulich erzählen kann.
... die Liturgie wirklich kindgerecht gestaltet wird.
... die Teamer*innen Zugang zu ihrer eigenen Spiritualität haben und in der Vorbereitung Zeit und Raum dafür ist.
... sie Methoden der Vertiefung und kreativen Aneignung kennen.
... der Kirchengemeinderat bereit ist, in die Arbeit Geld zu investieren: für Material (Figuren, Tücher, Instrumente etc.), Fortbildungen (des Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen) und Musik. Denn das Singen mit Kindern braucht musikalische Begleitung!

Neu anfangen
Mit einem neuen Kindergottesdienst beginnt man am besten nach den Sommerferien. In der Herbst- und Winterzeit sind Kindergottesdienste am besten besucht, denn es ist die Zeit der Geschichten, Weihnachten strahlt aus. Nach Ostern/Pfingsten wird der Besuch weniger, nach dem Sommer nimmt er dann wieder zu.

Alles muss klein beginnen...
Es braucht eine Zeit, bis sich ein Kindergottesdienst etabliert, vielleicht ungefähr ein Jahr. Man hat Grund, sich über jedes Kind zu freuen, das kommt. Es ist ja etwas ganz Besonderes, was die Kinder in der Kirche bekommen. Darum „lohnen“ auch Kindergottesdienste, die klein und fein sind.
Nach unserer Einschätzung sind regelmäßige, monatliche Angebote, die Kindern (und Eltern) helfen, das Kirchenjahr zu erleben und in den Gottesdienst hineinzuwachsen, von großem Wert. 

Interessante Links
www.kindergottesdienst.nordkirche.de
www.kindergottesdienst-ekd.de
www.godlyplay.de
www.rpa-verlag.de

Fachstelle Kindergottesdienst der Nordkirche
Ulrike Droste-Neuhaus, Referentin
ulrike.droste-neuhaus@kindergottesdienst.nordkirche.de
+49 40 30620 1329

Ulrike Lenz, Referentin
ulrike.lenz@kindergottesdienst.nordkirche.de
+49 40 30620 1330

Birgit Lubitz, Sekretariat
birgit.lubitz@hb3.nordkirche.de
+49 40 30620 1201