SCHLIESSEN

Suche

Erfahrungsschatz Nordkirche

Der Carlo-Club über seine Erfahrungen

28.01.2016 | „Weil es Spaß macht, etwas mit Kindern zusammen zu machen.“ So lautet die Antwort einer Ehrenamtlichen auf die Frage, warum sie sich beim Carlo-Club in Eckernförde engagiert. Zuverlässig, regelmäßig, gut strukturiert – seit mehr als sieben Jahren begleitet der Carlo-Club Kinder durch den Nachmittag. Neben einem Schulträger, der Schule und der Kirche sorgen etwa 36 ehrenamtlich und eine beruflich Mitarbeitende für den reibungslosen Ablauf des Angebots. Woran liegt es, dass die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlich Engagierten so gut klappt?

Die Mitarbeitenden im Carlo-Club Eckernförde

Erfahrungen aus dem Carlo-Club

Die Arbeitsstelle Ehrenamt hat alle am Carlo-Club Beteiligten nach ihrem Rezept für die gute Zusammenarbeit gefragt. Hier finden Sie die Fragen und Antworten.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Projekt! 

Benannt nach einer großen Handpuppe, die mittlerweile zum Maskottchen geworden ist, begleitet der Carlo-Club seit mehr als sieben Jahren Kinder der Gorch-Fock-Schule durch den Nachmittag. Der Club ist ein Gemeinschaftsprojekt von Schulträger, Schule und der Kirchengemeinde St. Nicolai Eckernförde. Entstanden ist die Arbeit aus einer Elterninitiative der Schule. Montag bis Donnerstag treffen sich hier jeweils acht bis zehn Ehrenamtliche, um von 12 bis 15 Uhr etwa 16 Kinder bei den Hausaufgaben zu begleiten, mit ihnen zu spielen, zu essen, den Unterricht für den nächsten Tag vorzubereiten. 

Ziel des Angebots ist es, Kinder mit besonderen Bedürfnissen (Muttersprache, Familiensituation, Krisensituationen in Familie oder sozialem Umfeld der Schule) in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Was ist Ihnen bei Ihrer Zusammenarbeit besonders wichtig?

Eine hauptamtliche Kraft vor Ort sorgt als Ansprechperson für derzeit 36 Ehrenamtliche, Lehrer_innen, Schüler_innen, Eltern und Träger für eine enge Vernetzung aller Arbeitsbereiche: Sie begleitet das Angebot beruflich und sorgt für reibungslose Abläufe, organisiert Gespräche mit Eltern und Lehrenden, schafft die Rahmenbedingungen und koordiniert die Ehrenamtlichen. 

Jeden Nachmittag, wenn der Carlo-Club schließt, tauschen die Ehrenamtlichen sich über ihre Arbeit aus. So informieren sich alle untereinander, es entsteht eine gute Arbeitskultur und zuverlässige Zusammenarbeit zwischen Lehrer_innen, Kindern und Ehrenamtlichen. Diese Aufarbeitung gewährleistet zudem den supervisorischen Austausch untereinander.

Welche Elemente stärken Ihr Engagementangebot? 

Gefördert wird der Zusammenhalt im Carlo-Club auch durch die gegenseitige Wertschätzung von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, durch die Wertschätzung der Kinder-.

Wir sind engagementfreundlich, weil …

… wir Gutes, das wir selbst erfahren haben, weiterreichen. Die Arbeit in Begleitung der Kinder ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Ehrenamtlichen hier können unmittelbar helfen; sie können mit den Kindern arbeiten, ohne für die Organisation und die Ausstattung der Arbeit verantwortlich zu sein. Unsere Erfahrungen, die wir aufgrund langjähriger Praxis haben, wird immer wieder überprüft, hinterfragt und neu eingebracht.“

Worin sind Sie beispielhaft?

Diese Kontinuität und hohe Verlässlichkeit der Ehrenamtlichen, die gute Vernetzung untereinander und gegenüber der Schule und dem Träger ist wirklich bemerkenswert. Hinzu kommt der sorgsame Umgang mit Ressourcen, mit Finanzen, Spenden, Ausstattung und Material. Ein weiteres Plus: In diesem Projekt haben sich in der Arbeit mit den Kindern auch viele kirchenferne Ehrenamtliche zusammengefunden. Sie erleben neue und intensive Berührungspunkte mit den der Kirche nahestehenden Mitarbeitenden. Das ist wirklich toll!

Ansprechpartnerin:
Meike Plaß, Telefon: 04351 73 90 60, Gorch-Fock-Schule (bis 11:30) 043 51 7 69 59-0